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Koch Christoph

Schweiz

Christoph Koch (*1975) lebt und arbeitet in Zürich. In seinen Werken setzt er sich mit den Möglichkeiten der alternativen und erweiterten Wahrnehmung von landschaftlichen und architektonischen Formationen auseinander. Seine hier zu sehenden Werke sind nicht im eigentlichen Sinne Skulpturen. Vielmehr fungieren die vorgefundenen Strukturen als skulpturaler Bildträger für Kochs farbliche Interventionen. Mit seinen zurückhaltenden, sensiblen und zugleich wirkungsstarken Eingriffen transformiert Christoph Koch das urbane Umfeld und die Landschaft in eine Bühne, welche die Betrachter:innen zur Reflexion über die Voraussetzungen und die Gewohnheiten der eigenen Wahrnehmung, aber auch über die Wahl des je eigenen Standpunktes einlädt. Begegnen uns die Werke des Schweizer Künstlers vorerst als rein konzeptueller visueller Akt und als gelungenes Spiel der Realität, entfalten Kochs Arbeiten darüber hinaus aber auch philosophische Dimensionen. Sie wecken den Zweifel an der individuellen Lebenswirklichkeit, schärfen das Bewusstsein für die Wahrnehmung und verweisen auf die Notwendigkeit der Achtsamkeit im Umgang mit der Natur und unseren Mitmenschen. Denn in ihrer dynamischen und nur temporär ausgelegten Präsenz machen die Werke von Christoph Koch die gegebenen Strukturen in ihrem Wesen sichtbar und lassen die Betrachter:innen im Augenblick der Begegnung die Zerbrechlichkeit ihres Verhältnisses zur Lebenswelt erfahren. An der Bad Ragartz ist Koch mit den Werken «Wegweiser», «Gegenwart», «Hommage an SOL» und «Balance» vertreten, welche sich sowohl mit dem städtischen Erscheinungsbild von Bad Ragaz als auch mit den weitläufigen Parkanlagen und den mächtigen Felsformationen der Taminaschlucht auseinandersetzen.

 Zitat

«Was ist Wahrheit? Was ist Realität? Gibt es die eine Wahrheit, die eine Realität? Sind Wahrheit und Realität nicht Konstrukte aus der eigenen Wahrnehmung und Überzeugung? Unsere Erfahrungen basieren auf der Wahl des Betrachtungsstandpunktes, also der Perspektive, die wir einnehmen.»

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